EmK BraunschweigSie sind hier: Startseite > Archiv von Andachten > Andacht November 2025 Monatsandacht November 2025Gott spricht: Ich will das Verlorene wieder Ezechiel 34, 16 Wir alle kennen das Bild vom guten Hirten, der sich liebevoll um seine Schafe kümmert, sie beim Namen kennt und dem einen Schaf nachgeht, das sich verlaufen hat. Dieses Bild berührt, weil es etwas in uns trifft: das tiefe Bedürfnis, gesehen, geführt und beschützt zu sein. Auch der Prophet Ezechiel greift dieses Bild auf. Er spricht zu Menschen, die alles verloren hatten – ihre Heimat, ihren Tempel, ihre Hoffnung. Sie lebten im Exil in Babylon, weit weg von dem, was ihnen heilig war. Ihre Anführer hatten sie im Stich gelassen, und sie fühlten sich vergessen – von Menschen und vielleicht auch von Gott. Doch genau in diese Trostlosigkeit hinein sagt Gott: Ich selbst will jetzt nach meinen Schafen sehen und mich um sie kümmern. Was für ein liebevolles Bild! Gott überlässt seine Herde nicht sich selbst. Er sieht die Verlorenen, er sucht die Verirrten, er verbindet die Verwundeten, er stärkt die Schwachen. Und so spricht dieses Wort nicht nur in die damalige Situation Israels hinein, sondern auch in unser Leben heute. Wir mögen nicht im Exil leben – und doch kennen wir Momente, in denen wir uns verloren fühlen, den Weg nicht mehr sehen oder innerlich müde sind. Menschen enttäuschen uns, Lebensumstände überfordern uns, und manchmal verliert unser Herz den Mut. Genau da hinein kommt Gott mit seiner leisen, liebevollen Stimme: „Ich bin dein Hirte. Ich sehe dich. Ich hole dich zurück.“ Ezechiels Bild vom Hirten weist über die eigene Zeit hinaus. In Jesus Christus erfüllt sich diese Verheißung: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ (Johannes 10,11) In ihm zeigt sich Gottes Hirtenherz in seiner ganzen Tiefe – ein Herz, das sucht, heilt und trägt. So dürfen wir uns heute neu in Gottes Hände geben – mit allem, was verloren, verletzt oder müde ist. Denn Gott lässt uns nicht umherirren. Er ruft uns beim Namen, führt uns auf gute Weide und schenkt Frieden. „Ihr seid meine Herde, für die ich sorge, und ich bin euer Gott“. (Ezechiel 34,31) Viola Liebern |
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