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Monatsandacht Februar 2026

Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles
Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner
Familie gegeben hat.  

5. Mose 26, 11 

Ich habe einmal Lachyoga ausprobiert. Man steht im Kreis, schaut sich an – und lacht. Nicht, weil etwas lustig ist. Nicht, weil jemand einen guten Witz erzählt. Sondern einfach so: „Ha. Ha. Ha.“ Am Anfang fühlt sich das ziemlich seltsam an. Ein bisschen peinlich. Ein bisschen gezwungen. Aber nach einer Weile passiert etwas Überraschendes: Das Lachen wird echter. Die Gesichter entspannen sich. Und plötzlich ist sie da – die Fröhlichkeit. Nicht befohlen. Sondern entstanden. 

Das passt erstaunlich gut zum Monatsspruch: „Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.“ Denn Freude lässt sich eigentlich nicht befehlen. „Jetzt sei mal fröhlich! Freu dich doch mal!“ Wie soll das denn gehen? Wenn einen alles drückt, beschwert und belastet, dann hilft kein frommes „Freu dich halt mal“. 

Und erst recht nicht, wenn es um Familie geht. Familie ist selten Friede, Freude, Eierkuchen. Nirgends gibt es mehr Nähe – und nirgends mehr Reibung. Familie sucht man sich nicht aus. Familie hat man. Mit all ihren Macken, alten Geschichten und offenen Themen. 

Und trotzdem: Familie ist oft der erste Ort, an dem wir etwas von Gottes Idee vom Leben erleben. Hier lernen wir Nähe, Vertrauen, Vergebung. Hier merken wir, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind. Wie Gott uns als Beziehungswesen geschaffen hat – nicht perfekt, aber verbunden. 

Der Bibelvers fordert uns nicht auf, jetzt bitte sofort gute Laune zu haben. Er lädt ein, die Perspektive zu wechseln. Den Blick bewusst auf das Gute zu richten, das Gott geschenkt hat – trotz allem anderen. 

Vielleicht lohnt es sich, es wie beim Lachyoga zu versuchen: Nicht warten, bis sich Freude von allein einstellt. Sondern bewusst anfangen, das Gute wahrzunehmen. Ein Moment. Ein Mensch. Ein kleiner Grund zur Dankbarkeit. Nicht für immer. Nicht perfekt. Aber vielleicht – für einen Monat. 

Und wer weiß: Vielleicht folgt die Freude dann irgendwann nach.

Viola Liebern

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