EmK BraunschweigSie sind hier: Startseite > Archiv von Andachten > Andacht Dezember 2025 Monatsandacht Dezember 2025Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, Maleachi 3, 20 Warten – auf so vieles warten wir in unserem Leben. Auf Ergebnisse, auf Veränderungen, auf Begegnungen, auf Antworten. Warten fordert uns heraus. Es prüft unsere Ernsthaftigkeit, unser Durchhaltevermögen und oft auch unseren Glauben. Gerade im Advent spüren wir das besonders. Für Kinder zieht sich die Zeit bis Weihnachten endlos hin, für uns Erwachsene vergeht sie meist viel zu schnell. Ehe wir uns versehen, ist diese besondere Zeit im Jahr schon wieder vorbei – und wir merken, dass wir das bewusste Warten, das Einstimmen auf Weihnachten, erneut nicht so gestaltet haben, wie wir es uns vorgenommen hatten. Auch Israel war eine wartende Gemeinschaft. Nach der Rückkehr aus dem Exil lebten die Menschen in der Spannung zwischen Verheißung und Wirklichkeit. Sie hofften auf den Messias, den Retter, der alles heil machen sollte. Doch die Zukunft schien fern, die Gegenwart blieb mühsam. Gerade in diese Situation hinein spricht Gott durch Maleachi Worte, die wie Lichtstrahlen in eine graue Landschaft fallen: Für alle, die an Gott festhalten, die seinem Namen vertrauen, wird eine neue Sonne aufgehen – die „Sonne der Gerechtigkeit“. Dieses Bild ist stark: Gottes Eingreifen ist wie eine wärmende, heilende Sonne nach einer langen Nacht. Sie vertreibt Dunkelheit, frostige Angst und lähmende Hoffnungslosigkeit. Sie bringt Gerechtigkeit hervor, wo Ungerechtigkeit herrscht, und schenkt Heilung, wo Wunden schmerzen. Wer an Gott festhält, bekommt die Zusage: Die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort. So wird der Advent zu einer Einladung: nicht nur zu warten, sondern im Warten Gott zu erwarten. Mitten in unseren unruhigen Tagen, in unseren unerfüllten Wünschen und in all dem, was uns herausfordert, legt Gott dieses Versprechen in unsere Hände: Ich komme. Ich bringe Licht. Ich schenke Heilung. Ich schaffe neues Leben. Wenn wir uns diesem Licht öffnen, kann die „Sonne der Gerechtigkeit“ auch in uns aufgehen – und uns erneuern, trösten, stärken und mit echter Freude erfüllen. In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen alle eine besinnliche Adventszeit, in dem wir dem Warten auf Gott neu auf die Spur kommen. Viola Liebern |
Powered by CMSimple| Template: ge-webdesign.de| Login